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Artenvielfalt und Holz von Hier

Artenvielfalt weltweit förden ! 

durch (1) nachhaltige Nutzung unserer Wirtschaftswälder und Förderung der heimischen Baumartenvielfalt auch durch Marktanreize sowie (2) Schutz der verbliebenen Primärwälder der Erde.

 

Holz von Hier leistet in zweiterlei Hinsicht einen Beitrag zur Förderung der globalen Artenvieltfalt:


 

1) Holz von Hier leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unseren heimischen Wäldern.

Der größte Teil unserer Wälder ist bewirtschaftet und die Besitzer leben davon. Je größer die Nachfrage nach einer möglichst goßen Bandbreite an Holzarten ist, umso mehr Baumarten werden daher gepflanzt und gefördert. Hier setzt Holz von Hier an, denn die Verwendung von Kirsche aus Amerika, Nussbaum aus Frankreich, Ahorn aus Kanada, Lärche aus Sibirien, Fichte aus Skandinavien, aus Polen und anderes setzt bisher umgekehrte Impulse:

Die Schönheit heimischer Hölzer entdecken:

Holz von Hier will dazu beitragen die Schönheit heimischer Hölzer in Produkten heimischer Betriebe wieder neu zu entdecken, was letzlich auch Anreize für den Waldbau setzt. ....
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2) Holz von Hier leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Primärwäldern der Erde.

Jedes mit Holz von Hier gefertigte Produkt, das in unseren Regionen anstelle von Tropenholz gekauft und verwendet wird, trägt dazu bei, dass weniger Produkte mit Hölzern aus unsicherer Herkunft in tropischen Gebieten auf den Markt kommen und der Nutzungsdruck auf die Tropenwälder reduziert wird ..........
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Entscheiden wird letztlich der Konsument, indem er gezielt Holz der kurzen Wege nachfragt.
 

 

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1) Holz von Hier leistet einen Beitrag zum
Erhalt der Artenvielfalt in unseren heimischen Wäldern.



Warum ist der heimische Markt wichtig für die Artenvielfalt in unseren Wäldern?  

  • In Deutschland sind potentiell ca. 60 Baumarten heimisch. Nur etwa 5 davon werden im Massenmarkt genutzt. Da die Baumartenvielfalt direkten Einfluss auf andere Arten hat, hat eine Verarmung an Baumarten negativen Einfluss auf die Artenvielfalt im Wald generell.
     
  • Etwa 7.000 bis 14.000 Tierarten und ebenso viele Pflanzenarten leben heute in unseren Wirtschaftswäldern (stmugv.bayern.de).
     
  • Deutsche Wälder sind überwiegend Wirtschaftwälder. Diese werden seit Generationen nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Das heißt, es wird nicht mehr Holz entnommen als nachwächst.
  • Anders als bei Primärwäldern trägt die Nutzung dieser Vielfalt der heimischen Baumarten zu ihrer Erhaltung bei. Denn in unseren Wirtschaftswäldern werden vor allem die Baumarten wieder angepflanzt und gepflegt, deren Holz sich auch vermarkten lässt.
     
  • Wegen der Verteilung vieler heimischer Baumarten kann nur ein kleinräumiger dezentraler Absatzmarkt die Vielfalt der heimischen Hölzer sinnvoll nutzen.
  • Etwa 80% der deustchen Waldflächen sind zudem mit den Siegeln PEFC und FSC (und Naturland) zertifiziert, die zusätzliche umweltfreundliche Kriterien für die Art der Waldbewirtschaftung (und anderes) festlegen.  


  • hierzu bald mehr unter dem Bereich Wissenswertes.


Impressionen heimischer Wald



 

 



2) Holz von Hier leistet einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt von Primärwäldern - also Urwäldern - der Erde.


 

Schutz der verbliebenen tropischen Primärwälder ist bedeutsam für die Artenvielfalt weltweit. 

  • Wälder gehören zu den artenreichsten Lebensräumen auf dieser Erde.
     
  • Etwa 50 - 70 % aller Arten der Welt leben in Tropischen Primärwäldern (www. ape allinace.de).
     
  • Viele dieser Arten sind spezialisiert auf ganz bestimmte Lebensräume und Bedingungen und kommen nur in wenigen Gebieten vor. Gehen diese Gebiete verloren, verschwinden oft auch die darin lebenden Arten für immer von der Bildfläche.
     
  • Tropenwälder sind die Hot Spots der Artenvielfaltweltweit und das bei einem vergleichsweise geringen Flächenanteil.
     
  • Tropische Primärwälder gehen immer noch in einem atemberaubenden Tempo verloren. Brandrodung, Landnutzungsänderung und Holzeinschlag sind die wesentlichen Ursachen. Jede Maßnahme zur Minderung des Nutzungsdruckes kann eine Atempause verschaffen und zum Erhalt der Artenvielfalt auf unserem Planeten beitragen.
     
  • Keine anderen Landflächen sind der Landnutzungsänderung so dramatisch unterworfen wie die Primärwälder der Erde. Das hat vielfältige negative Folgen auch für die dort lebende Ur-Bevölkerung.
     
  • Ohne die Artenvielfalt wäre die Welt trauriger. Das an sich ist schon ein „Wert“. Viele Ökonomen (z. B. der Deutschen Bank), warnen heute aber auch vor Wachstumseinbußen von > 6% des globalen Bruttosozialproduktes bis 2050 durch den Verlust von Biodiversität.
     
  • Zur Erhaltung der Vielfalt hat sich Deutschland mit der Unterzeichnung der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt verpflichtet. 
     
  • Will man die Artenvielfalt weltweit erhalten, muss man den Primärwaldschutz an erste Stelle stellen, politisch bis hin zur eigenen Kaufentscheidung (siehe hier auch Informationen zu Tropenholz).
     
  • Warum muss es das Holzfenster aus Meranti sein und nicht aus Holz der kurzen Wege - Holz von Hier? Warum muss ein Gartenmöbel aus Teak sein und nicht aus Eiche, Robinie oder Thermoholz? Warum muss es der Schreibtisch aus Mahagoni oder Zebrano sein und nicht eines unserer fantastischen heimischen 60 Hölzer? 

 

Verlust an Artenvielfalt durch Landnutzungsänderung weltweit

 

Primärwälder: 1/3 der Welt-Waldflächen.

Bewirtschaftete Wälder: 2/3 der Welt-Waldflächen.


Die 10 Nationen mit den noch größten Primärwaldvorkommen sind laut TBFRA, 2005 in Hektar:

Brasilien 415,89 Mio. ha
RUS 255,47 Mio. ha
Kanada 165,42 Mio. ha
USA 104,18 Mio. ha (ohne Alaska)
Peru 61,07 Mio. ha
Kolumbien 60,73 Mio. ha
Indonesien 48,70 Mio. ha
Mexico 32,85 Mio. ha
Bolivien 29,36 Mio. ha
Papua 5,21 Mio. ha 
 


Gegenwärtig wird die „Bewirtschaftung“ also die Abholzung bisher unberührter Primärwälder (v. a. tropische und nördliche Urwälder) und die damit verbundene Freisetzung des Klimagases Kohlendioxid (CO2) und der Artenverlust im Kyoto-Protokoll bisher nicht als Landnutzungsänderung gewertet. Die "Nutzug" von Primärwäldern kann aber, wie die Erfahrungen zeigen zu einer Zerstörung der organischen Bodenschicht im Zuge der Vorbereitung der Rekultivierung, wie z. B. der Anlage von Plantagen führen. Langjährige wissenschaftliche Studien aus Amerika in Tropenwäldern behandeln die Problematik der nachhaltigen Bewirtschaftung von tropischen Primärwäldern und sehen dies durchaus sehr kritisch,
z. B.: 

  • Gregory Asner et al. (2005): "Selective Logging in the Brazilian Amazon"; Science, Vol. 310, 480-482
  • Gregory Asner et al. (2006): "Condition aud fate of logged forests in the Braziliaen Amazon; PNAS, VOl. 103.34, 12947-12950
  • Jean-Marc-Thiollay (2003): "Influence of Selective Loggibng on Birrd Species Diversity in a Guianan Rain Forest"; Conservation Biology, Vol. 6.1, 47-63

So unglaublich es klingt, vielfach scheinen auf Flächen erst Primärwälder abgeholtzt zu werden und dann entstehen auf diesen Flächen Plantagen. Davor haben nahmhafte Wissenschaftler bereits 2003 gewarnt; z. B. Prof. Schulze am Max-Plank-Institut Jena, früher im Wissenschaftlichen Beirat für Globale Umweltfragen der Bundesregierung, Leiter des größten Internationalen Carbon-Forschungsprojektes und Deutscher Umweltpreisträger 2007.    

  • Schulze, E.D., Mollicone, D., Achard, F., Matteucci, G., Frederici, S., Eva, H.D. & Valentini, R. (2003): Making deforestation pay under the Kyoto protocol? - Science, 2999: 1669.


 

 Tropische Wälder

  • überwiegend Primärwälder.
  • 50 - 70 % aller Tier- und Pflanzenarten der Welt leben in Tropischen Primärwäldern.

    Ihr Schutz bedeutet den größten Schutz der Artenvielfalt weltweit.
  • (Haupt)-Probleme für den Erhalt der Artenvielfalt in tropischen  Primärwäldern sind:
    (a) Raubbau im Primärwäldern für den Holzexport, (b)
    Vernichtung von tropischen Wäldern für Feuerholz und (c) Rodung tropischer Wälder für Plantagen, v. a. für "Bio"-Treibstoffe aus Palmöl, Zuckerrohr etc.

Boreale Wälder

  • ca. 50% Primärwald (z. B. Sibirien, Kanda), 50% Wirtschaftswald (z. B. West-Rußland).
  • Boreale Primärwälder, vor allem dei Sibirishcne Urwälder, sind wichtige Kohlenstoffsenken.
  • (Haupt)-Problem für den Erhalt der Artenvielfalt in borealen Primärwäldern (z.B. Sibirien & Kanada) ist Raubbau für den Holzexport.

  Wälder gemäßigter Breiten

  • Überwiegend Wirtschaftswälder.
  • In Deutschland beispielsweise herrscht seit Jahrhunderten Nachhaltige Waldwirtschaft, das heisst es darf
    nicht mehr entnommen werden als nachwächst.
  •  (Haupt)-Probleme für den Erhalt der Artenvielfalt in bewirtschafteten Wäldern unserer Breiten:(a) mangelnde Nachfrage nach Vielfalt heimischer Holzarten, auch wegen steigender Importe von Hölzern aus tropischen und borealen Wäldern und Trend zu Massensortimenten, (b) geringe Stärkung divers strukturierter regionale Absatzmärkte.


 

 

Raubbau an Tropischen Primärwäldern =  Raubbau an der Artenvielfalt der Welt.
Dabei haben wir so unglaublich schöne Hölzer vor der Haustüre !  

  • Während in Europa, Nordamerika und den GUS Staaten die Waldflächen von 1990 bis 2000 um etwa 4 bis 5 Millionen Hektar zugenommen haben...

  • ... sind im selben Zeitraum in Afrika 53 Mio., in Lateinamerika 47 Mio. und in Asien ca. 8 Mio. Hektar Waldflächen verloren gegangen. (Daten von Prof. Schulze am MPI Jena).
     
  • Würde die Entwaldungsrate von 1990 bis 2000 anhalten, hätte Afrika rechnerisch in 120 Jahren keinen Primärwald mehr und Lateinamerika in etwa 200 Jahren. Das sind gerade mal 1-2 Wachstumsperioden in unserem Wald. 
     
  • Gerade in Lateinamerika (Brasilien) und Asien gehen heute enorme Flächen für  „Biofuels“ („Bio“- Treibstoffe) verloren. Das Ausmaß ist so beängstigend, dass jetzt auch Organisationen wie die United Nations (UN) und die Weltbank Alarm schlagen.

  • Dies hat weitreichende Folgen für die ansässige Bevölkerung, wie das Absinken des Grundwasserspiegels, Ausbleiben von Regen, Veränderung der Verteilung der Regenfälle, Wüstenbildung, aber auch auf der anderen Seite Hochwasserereignisse, Überschwemmungen, Bodenerosion. Die Folgen sind Hungersnöte, Migrationen und anderes.

 
links: Menschen suchen in
einem ausgetrockenten
Bachbett in Ostafrika
nach Wasser für sich und
Ihre Tiere. Rechts:
bei Dürre verendete Kuh.  
 

 
 
Der deutsche Markt für Tropenhölzer


  • Etwa 70 – 80 % der Tropenhölzer, die nach Deutschland importiert werden, stammten aus unsicheren Quellen und somit eventuell Raubbau.
     
  • In Deutschland werden ca. 70 Tropenhölzer verarbeitet.
     
  • 8 dieser Hölzer sind laut CITES and IUCN weltweit gefährdete Arten, z. B. Meranti, Ramin, Teak u. a..  
     
  • 47% dieser Hölzer sind nicht mit Nachhaltigkeitssiegeln verfügbar (FSC, PEFC).
     
  • 21% wären mit Öko-Labeln verfügbar, können aber auch aus Raubbau stammen.
     
  • Selbst die Kontrolle von Holzimporten mit Öko-Labeln ist nach der Erfahrung der Verarbeiter schwierig bis unmöglich, besonders von Newcomer-Holzhandels-Nationen in AAsien (z. B. China). 

  • Die meisten dieser Hölzer könnten aus technischen aber auch optischen Gründen leicht durch heimische Hölzer ersetzt werden.  
     
  • Das wissen um die Verwendbarkeit vieler heimischer Hölzer ist - so erstaunlich das klingen mag - gering oder sehr unterschiedlich.

    (Auswertungen Bruckner, Strohmeier; BNR, mit Daten von ZMP Marktbericht, FSC und PEFC I-Net Seiten, Daten Prof. Schulze MPI Jena, Erfahrungen der Betriebe von Holz von Hier ).
     

Tropenwald-Impressionen