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Furnier aus heimischem Holz statt Tropenholz

Furnier



geräuchertes Furnier aus Unterfranken



Heimisches Holz eignet sich hervorragend für Furnier.


Warum muss es denn unbedingt Afzelia oder Teak oder sonst eine Tropische Baumart aus unsicheren Quellen oder gar Raubbau für Ihr Möbelstück sein ?
Wir haben so schöne fast unbekannte heimische Hölzer.


Im Furnierbereich werden an heimischen Holzarten verwendet: Ahorn, Apfel, Birke, Buche, Douglasie, Eiche, Elsbeere, Esche, Erle, Fichte, Hain-/Weißbuche, Kiefer, Kirsche, Kastanie, Linde, Lärche, Nußbaum, Platane, Pappel, Robinie, Tanne, Zirbelkiefer/Arve, Ulme, Zwetschge, Sonderhölzer wie rotkernige Buche oder braunkernige Eiche sowie geräuchertes dunkles Holz, z. B. Räuchereiche.

 

  • Tauchen Sie ein in die starken und selbstbewußten aber auch leisen und zarten Farben unserer heimischen Hölzer.

  • Lassen Sie sich von Ihren Betrieben vor Ort in die Welt der Farbenpracht unserer heimischen Hölzer begleiten.
     
  • Die Samtigkeit eines geräucherten und geschliffenen Holzes, eines Holzes unserer Heimat, woow. 
     
  • Ja, wir sind alle bei Holz von Hier Holzliebhaber. Aber Sie werden es auch werden. Lassen Sie Sich verführen zu Hölzern mit Verantwortung für die Schöpfung. 


Ausführlichere Infos finden Sie unter:


Einige_Fakten_zur_inländischen_Produktion

Importe_von_Furnier_und_fertigen_Furnierplatten
Furnierhölzer_sind_besondere_Hölzer
Was_hat_ein_Kindergarten_in_Unterfarnken_mit_China_zu_tun?
Vielfalt_braucht_einen_Absatz
Furnierholz_auswählen_eine_Kunst_für_sich
Holz_von_Hier_hat_nachgefragt
Umweltdiskussionsrunde
Literatur_

... diese werden laufend für Sie ergänzt. 
 

 
von links oben anch rechts unten: oben: Räucherfurnier (a) Lärche; (b) Robinie, (c) Ahorn mit Kern; unten: (a) Betriebe bei der Begutachtung von Furnier. (b+c) Räucherkammer um heimisches Holz in jede nur gewünschte braune oder dunkle Farbnuence zu bekommen, als umweltfreundlicher Ersatz für die dunklen Tropenhölzer.




Einige Fakten zur inländischen Produktion

  • Etwa 80-90% der Furnierproduktion in Deutschland liegt in Unterfranken.

  • Der Großteil davon bei 2 Furnierwerken. 
     
  • Etwa 46% des Rundholzes bei Furnierproduktion stammt aus Importen.
     
  • Ein Problem sind inzwischen zeitweise die Rohstoffverfügbarkeiten alter Stämme bei uns. Im Furnierbereich werden Wertstämme benötigt. Vielfach werden solche Stämme in Sammellosen unter Wert abgegeben. Diese fehlen dann den heimischen Furnierwerken, mit der Konsequenz, dass mehr Furnierstämme importiert werden müssen. 

Importe von Furnier und fertigen Furnierplatten 

  • Konkurrenz für die heimischen Furnierwerke besteht vor allem durch Importe von Furnier und fertigen Furnierplatten.
  • Etwa 40-50% am dt. Furnier-Verbrauch stammt heute rechnerisch aus Importen.
  • Bei Importen stammen nicht-tropische Laubholzfurniere zu  40% aus USA, Tropische Laubholzfurniere zu 90% aus Afrika !
  • Sichere Tropenhölzer aus Afrika ? Sicher in der Regel eine Illussion, was bedeutet, das viele Importe von Furnier aus Raubbau stammen.

  • Transportbedingte CO2 Emissionen dieser Importe: 10.800 Tonnen CO2/Jahr.

  • Konkurrenz durch Importe fertiger Furnierplatten.

  • Importe von Furnierplatten steigen im Langzeittrend an.

  • Importe dieser Platten stammen vor allem aus Asien und Südamerika.

  • Kontrolle ist hier nicht/kaum möglich. Das bedeutet die Hölzer in diesen Furnierplatten sind mit höchster Wahrscheinlichkeit auch aus Raubbau.
     
  • Bedingte Sicherheit würden nur die anerkannten Ökosiegel für die Waldbewirtschaftung geben. Uns sind bisher keine anerkannten Ökosiegel bei Furniersperrholzplattenherstellern bekannt. Wir korregieren diese Aussage sehr gerne wenn es solche gäbe.
     
  • Transportbedingte CO2 Emissionen dieser Importe: 110.000 Tonnen CO2/Jahr.


 

 

Furnierhölzer sind besondere Hölzer - in jeder Hinsicht !

... diese sollten nicht - meist unter Wert - in Sammellosen den Export gehen, wir brauchen sie bei uns im Land.


Als Furnierstämme eigenen sich nach deutschen Qualitätsvorstellungen in der Herstellung fast nur Werthölzer. Also starke, alte, sehr gerade und astfrei gewachsene Hölzer.
 

Gerade Waldformen wie Mittelwälder in Unterfranken (nähere Infos unter Waldbeistzer-Info unter dem Stichwort Mittelwälder), die besonders auf die Pflege alter Werthölzer ausgerichtet sind, sind typische Wälder für gute Furnierhölzer. Diese eigentlich alten Waldbewirtschaftungsfromen gehören zu den artenreichsten Wädern, die wir in Mitteleuropa haben. Sie sind gerade durch diese spezielle Art der Bewirtschaftung so artenreich. Diese Art der Bewirtschaftung ist pflegaufwendiger als für andere Waldbewirtschaftungsfromen, aber es lohnt sich auch, wenn das Holz entsprechend klever abgesetzt wird (siehe Preisvergleiche und Kostenvergleiche unter dem Kasten "Waldbesitzer-Info"). Die meisten Mittelwälder in Deutschland kommen noch in Unterfranken vor. Dies sind meist Kommunale Waldformen. Ein Schatz der ganz unbemerkt verschwindet. Warum?

Nicht umsonst sind etwa 80% der deutschen Furnierproduktion in Unterfranken angesiedelt!



Vernachlässigte Schatzkiste alte Kommuanlwälder... oder
Was hat ein Kindergarten in Unterfranken mit China zu tun?


Alte Kommuanlwälder sind ein richtige Schatzkiste in jeder Hinsicht, ökologisch wie wirtschaftlich. Aber um diesen Schatz wissen vermutlich die wenigsten Kommunen oder Waldbesitzer.

Das daraus resultierende Problem ist, dass zunehmend Mischsortimente verschieden alter Stämme oder verschiedener Holzarten an einzelne, in der Regel größere Selbstwerber oder Einkäufer, in so genannten Sammellosen verkauft werden.

Das ist weniger Arbeits- und Verwaltungsaufwand, führt aber auch dazu, dass gute Furnierstämme in diesen Sammellosen oft einem minderwertigeren Zweck zugeführt werden und das meist weit unter Wert.

Viele Kommunen mit Wald haben gar keinen eigenen Förster. Die Verwaltung des Kommunalwaldes wird von der Kommunalverwaltung wie dem Stadtbauamt oder anderen mit übernommen oder von jemandem im Gemeinderat. Diese Personen haben natürlich in der Regel keine fachliche Ausbildung im Bereich Forst und Holz. Da ist es nachzuvollziehen, dass der Wald und der Holzverkauf etwas stiefmütterlich behandelt wird, zumal der eigene Wald bei den meisten Kommunen sowieso als Thema weit unter anderen, wie dem neuem Kindergarten oder der neuen Schule steht.

Da kommen dann die Einkäufer großer weltweit agierender Firmen oder auch großer Exporteure wie z. B. Einkäufer für chinesische Firmen, recht, die sich "um alles kümmern". Es ist wirklich wa
hr (z .B. ZMP Marktberichte), deutsches Rundholz und hier in den letzten Jahren vor allem die Buche und Eiche geht in nicht unerheblichem Umfang nach China. Dort wird sie verarbeitet und kommt dann als Billigmöbel wieder zu uns zurück. Das ist der berühmte "Jogurtbechereffekt" beim Rundholz. Aber das ist weder fürs Klima noch für unsere heimischen Betriebe gut. Auch durch solche "Jogurtbechereffekte" ist es in manchen Regionen und gerade in Unterfranken, in den letzten Jahren richtig gehend zu Versorgungsengpässen mit bestimmten Sortimenten gekommen.

Das wiederum betrift dann unmittelbar die Kommunen, denn alles was die Wirtschafskraft ihrer Betriebe vor Ort schwächt, schwächt auch die Kommune selbst, durch die fehlenden Steuereinnahmen und Arbeitsplatzverluste.
Das wiederum führt dazu, dass die Kommune sich weniger leisten kann, also womöglich keinen neuen Kindergarten.

 


Vielfalt braucht einen Absatz:
Der Absatz der Vielfalt unserer heimischen Holzarten und Sortimente und damit die Artenvielfalt  im heimischen bewirtschafteten Wald ist an die Vielfalt unserer heimischen Abnehmer gebunden.


Diese Tasache wird bisher eher nicht gesehen.

Wie wenig der Wert dieser alten Wälder eingestuft wird sieht man daran, dass die Umwelt-Förderungen gerade für solche pflegeintensiveren Wälder immer mehr zurückgestuft werden. Das macht die Bewirtschaftung alter Wälder oder besonderer Waldformen wir Mittelwälder immer schwieriger.

Auch aus Naturschutzgründen ist das schlecht.
Ein Mittelwald beispielsweise, der nicht richtig forstlich gepflegt und durchforsted wird bleibt kein Mittelwald. Das wiederum hat Einfluss auf die im Mittelwald vorhadene hohe Artenvielfalt. Mehr zu dem Thema unter "Waldbesitzer-Info" und unter "wo wächst was".
 

Und: kommt unser Furnierholz nicht aus unseren heimischen Wäldern, stammt es meist aus den artenreichsten Ökosystemn der Erde, den Tropischen Wäldern. Kontrolle einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung ist hier wohl oft Illussion bis sehr schwierig. 


Furnierholz auswählen - eine Kunst für sich!

Furnierhölzer aus unseren Wäldern werden sehr sorgfaltig ausgewählt und in Deutschland (!) in Einzelstammentnahme geerntet.

Dabei sollte man bedenken:

Einzelstammentnahme für Furniere aus unseren Wäldern ist nicht dasselbe wie eine wirtschaftliche Èinzelstammentnahme in Tropischen oder nördlichen Primärwäldern.

   
   



Holz von Hier hat nachgefragt:
Gibt es unbedenklichen Holzeinschlag alter Bäume in Urwäldern / Primärwäldern, den sogenannten selektiven Holzeninschlag?

Das Regenwaldinstitut in Freiburg hat geantwortet.

Die Antworten zusammen mit Ergebnissen wichtiger Literatur hierzu finden Sie kurz  zusammengefaßt  im Folgenden.

Untersuchungen der vergangenen Jahre haben immer wieder gezeigt, dass auch selektiver Holzeinschlag bzw. Einzelstammentnahme von Urwaldriesen in Tropenwäldern zu massiven Schädigungen bis hin zur Zerstörung ganzer Flächen führt. Eben dieser selektive Holzeinschlag ist aber die ökologische Begründung zur Entnahme von Holz aus Pirmärwädern also den verbleibenen Urwäldern der Erde.

Tatsache ist leider, machen es die verantwortungsvollen Konzerne nicht mit Ökosiegel, machen es andere ohne Ökosiegel und ohne Rücksicht auf die Natur. Aber rechtfertigt diese Begründung die Entnahme von Bäumen aus Primärwäldern?

Das entscheidet letztlich der Kunde mit seiner Kaufentscheidung. Das wird Holz von Hier nicht diskutieren, denn wir wissen, viele Menschen entscheiden immer mehr mit dem Herzen. Was im Fall von Holz heist: pro Heimat und pro Klima. Und zählt die Begründung: "wenn sich deutsche Kunden gegen Tropenholz aus Raubbau entscheiden rettet das den Regenwald nicht, denn dann kaufen es eben die Chinesen?"  Ist das eine Begründung für Sie? 

Doch zurück zu den Fakten der obigen Frage die Holz von Hier interessierte: gibt es unbedenklichen selektiven Holzeinschlag in Primärwäldern?

  • Neben der direkten Schädigung der Regenwälder durch das Öffnen des Kronendachs, welches die erschlossenen Waldbereiche anfälliger für Trockenheit und Waldbrände macht, liefert die Erschließung bisher unberührter Gebiete auch häufig die Infrastruktur für die künftige Zerstörung.

  • Der hohe Bevölkerungsdruck und die aggressive Agrarwirtschaft in den Tropenländern tun dann ihr übriges.
     
  • So zeigen beispielsweise neuere Studien von Gregory Asner und Mitarbeitern von der Stanford University und der Carnegie Institution, die mit hoch aufgelösten Satellitenbildern arbeiten, dass im Amazonasgebiet, wo selektiver Holzeinschlag seit langem betrieben wird, mindestens 76% aller Einschlagsaktivitäten die Kronenschicht so sehr schädigten, dass die entsprechenden Waldbereiche für Trockenheit und Brände anfällig wurden.

  • Zu den weiteren Kollateralschäden des selektiven Holzeinschlags auf die umstehende Vegetation und die Böden zählen dabei, Veränderungen der lokalen Hydrologischen Prozesse, Bodenerosion, Veränderungen der pflanzlichen und tierischen Artenzusammensetzung, sowie der CO2 Speicherkapazität der betroffenen Bereiche.

  • Untersuchungen von Thiollay im Regenwald Guineas zeigten, dass bei einer Entnahme von nur drei Bäumen pro Hektar, 38% des Unterwuchses der jeweiligen Fläche zerstört und ein bedeutender Teil der Kronenschicht stark beeinträchtigt war. Auch nach zehn Jahren war der Artenreichtunm der Flächen noch stark beeinträchtigt.

  • Auch stellten Asner und Kollegen auf Basis ihrer Daten fest, dass ca. 16% der Primärwaldbereiche mit selektivem Holzeinschlag bereits nach einem Jahr vollständig gerodet waren, nach weiteren vier Jahren waren es bereits ca. 38% der selektiv geschlagenen Primärwaldbereiche, die zu Kahlschlagsflächen geworden waren. Hierbei befanden sich nahezu alle nachträglichen Rodungsflächen in Bereichen, welche sich nahe der für den selektiven Einschlag angelegten Straßen befanden; meist im Umkreis von bis zu ca. 25 km zu den Straßen.

  • Nach Asner verdoppelt der selektive Holzeinschlag frühere Schätzungen der durch menschliche Aktivitäten entwaldeten Flächen.

Obige Informationen vom Regenwaldinstitutes Freiburg und aus der Literatur.



Zur Erinnerung: 


Unser heimischen Wälder sind langem Wirtschaftswälder die nach dem Prinzip dder Nachhaltigkeit bewirtschaft werden. Es wird nicht mehr Holz entnommen als nachwächst und die Bewirtschaftung ist nach den, im weltweiten Vergleich, strengen Regeln unseres Waldgesetzes gesteuert. Zudem sind fast 80 % der deutschen Waldflächen mit den zwei bekannten Ökolabeln für die Waldbewirtschaftung (PEFC und FSC) zertifiziert. Deutsches Holz stammt also mit 80% als ökologisch zertifizierten Wäldern. 


Umweltdiskussionsrunde:


Um das Thema weiter zu vertiefen möchte Holz von Hier 2010 eine Umweltdiskussionrunde mit Umweltgruppen und Fachleuten einberufen.

Wir hoffen, dass diese Runde uns dann auch weiter bei Holz von Hier beratend begleited.

Wir halten Sie auf dem Laufenden. 




Literatur und Daten:


JEAN-MARC THIOLLAY (2003). Influence of Selective Logging on Bird Species Diversity in a Guianan Rain Forest. Conservation Biology, Vol 6.1, 47-63.


Gregory Asner et al. (2006). Condition and fate of logged forests in the Brazilian Amazon PNAS, Vol. 103.34, 12947-12950

Gregory Asner et al. (2005). Selective logging in the Brazilian Amazon Science, Vol. 310, 480-482.

Daten für Marktzahlen zusammen gestellt aus ZMP, 2007; LWF, 2008.


CO2 Daten, Berechnungen: Bruckner & Strohmeier.