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Klimaschutz und Holz von Hier

Holz von Hier ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz


Produkte aus "Holz von Hier"  leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, denn Holz von Hier bedeutet:  


 

(1) Möglichst kurze Transporte im Stoffstrom.

Ein Schließen von Stoffkreisläufen und damit möglichst kurze Transporte ("so nah wie möglich sie weit wie nötig") wird bei der Klimadebatte bislang eher vernachlässigt. Allein die Verkürzung der Transporte bei Stoffkreisläufen birgt aber schon CO2 -Einsparpotenziale und damit Klimaschutzpotenziale, deren Größenordnung nationale Bedeutung hat. Holz von Hier verkörpert und dokumentiert möglichst kurze Wege bzw. Transporte im gesamten Stoffkreislauf von Wald bis zum fertigen Produkt .

 


(2) Holz aus heimischer Nachhaltiger Waldbewirtschaftung und damit Verzicht auf Holz aus Primärwäldern.

Jeder Beitrag zur Verminderung des Nutzungsdruckes auf Primärwälder trägt zum Klimaschutz bei.
Holz von Hier setzt sich für die Substitution von Importhölzern durch Holz aus den Regionen ein. Dies gilt sowohl für tropische Hölzer im Innenausbau oder für den Außenbereich, als auch für nordische Hölzer im klassischen Holzbau.
   

3) Produkte die nach deutscher und europäischer Umweltgesetzgebung erzeugt wurden. 


Viele Mitglieder bei Holz von Hier beispielsweise auf Energieinsparpotenziale bei der Produktion. Dies wird vom Herkunftsnachweis Holz von Hier zwar nicht explizit überprüft, ist heute jedoch für jeden heimischen Betrieb allein aus Kostengründen selbstverständlich. Viele Sägewerke beispielsweise verwenden zur Veredlung ihrer Produkte Wärme aus ihren eigenen Holzabfällen. Die deutsche Umweltgesetzgebung und in vielen Aspketen auch die Europäische Gesetzgebung, setzt hier vielfach internationale Maßstäbe. Wer heimische Produkte kauft, ist sicher, dass diese im internationalen Vergleich sehr umweltfreundlich produziert wurden.

 

Entscheiden wird letztlich der Konsument, indem er gezielt Holz der kurzen Wege nachfragt.
 

 

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Hauptursachen des weltweiten Klimawandels:

 

 
Regionalisierung von Stoffströmen und damit kurze Transporte, sowie die Verwendung heimische Rohstoffe und Produkte und damit Schonung der Primärwälder der Erde, werden bei der Klimadebatte bislang eher vernachlässigt.


1. Energieproduktion  

1. Hauptursache des Klimawandels ist mit 24% die Energieproduktion.

Das Protokoll von Kyoto zur Reduktion der Treibhausgasemissionen hat insbesondere hierfür Handlungsinstrumente geschaffen und Leitlinien für die CO2-Reduktion der Länder erstellt, die sich hier beteiligen.

   
2. Landnutzungsänderungen


2. Hautpursache ist mit 18-25% der Raubbau an Primärwäldern in den Tropen und der Nordhemisphäre - Landnutzungsänderung.

Hier setzt Kyoto bisher nicht an.


CO2 wird v.a. freigesetzt durch (a) den Verlust an gebundener Biomasse gerade in den Primärwäldern/Urwäldern, die in vielen Regionen der Welt,  z. B. der sibirischen Taiga, nur sehr langsam nachwächst, (b) die Freisetzung von CO2 aus dem Boden, der einen gewaltigen Kohlendioxidspeicher darstellt
(vgl. Arbeiten Prof. Schulze am MPI Jena in Sibirien; dt. Umweltpreisträger).
 

Im Vergleich dazu sind in Deutschland vor allem Wirtschaftswälder vorhanden. Hier herrscht seit mehreren Generationen nachhaltige Waldbewirtschaftung vor, das heist es wird nicht mehr entnommen als nachwächst. Zudem sind bereits etwa 80% unserer Waldflächen zertifiziert, mit Labeln, die auf umweltverträgliche Bewirtschaftung achten. 

Im Kyotoprotokoll wurden damals bestehende Primärwälder nicht in die Kohlenstoffbilanz der Nationen aufgenommen, mit der Folge, dass Raubbau an diesen Urwäldern nicht als Landnutzungsänderung definiert wurde und ohne Folgen für die CO2-Vorgaben der Länder blieb. Diese Landnutzungsänderung kann aber bis zu 100%-iger Entnahme von Biomasse führen und zu einer Zerstörung der organischen Bodenschicht im Zuge der Rekultivierung. Die Freisetzung von Kohlenstoff kann bis zu 200 – 300 to/ha betragen (German Advisory Council on Global Change, 1998).

   
Beispiel Klimaschutz durch Primärwälder  Nahmhafte Wissenschaftler fordern deshalb, dass der Raubbau an Primärwäldern der Tropen und der Nordhemisphäre unbedingt als Landnutzungsänderung in den Neuverhandlungen zu Kyoto bewertet werden muss...selbst wenn auf diesen Flächen später Plantagen entstehen.
   
"Die Grüne Lunge unserer Mitte"
 
Die Tropenwälder tragen zu 40 % der weltweiten Sauerstoffproduktion bei.
Tropenwälder halten die globalen Klimazonen stabil.
Die äquatorialen großen Waldgebiete bilden den Motor für die globale Wettermaschinerie
“Die Grüne Lunge des Nordens”

Europas + Russlands Wälder assimilieren 90% der CO2-Emissionen die Europa und Russland produzieren, ewta 70% davon die sibirischen Primärwälder.
Nord-Amerikas Primärwälder assimilieren 50% der CO2-Emissionen der USA.
Berechnungen mit Daten von Prof. Schulze, am MPI Jena.

   
3. Transporte

3. Hauptursache ist mit 14% der zunehmend globalisierte (Waren-)Verkehr.

Hier setzt Kyoto bisher nicht an.

 

Der internationale Außenhandel hat von 1960 bis heute stark zugenommen. Dies betrifft die unterschiedlichsten Güter, nicht nur die inzwischen bekannte Lebensgeschichte eines Bechers Erdbeerjoghurts.

Auch in der Holzwirtschaft finden globale Warenströme statt, wie die nebenstehende Grafik zeigt.
Ein beachtlicher Teil der importierten Waren könnte rein stofflich gesehen auch im Land produziert und abgesetzt werden.
Solche Transporte bei Holz und Holzhalbwaren verursachen ca. 20-fach mehr CO2-Emissionen, als z. B. durch den Ausbau sämtlicher noch verbliebener Kleinwasserkraftpotenziale in Deutschland eingespart werden könnten (Berechnungen BNR).

 
Damit liegen die CO2-Einsparpotenziale allein durch Holzrohstoffe und Halbwaren der kurzen Wege (ohne Produkte, wie z. B. Parkett) in einer Größenordnung, die national Bedeutung hat.

 

 

Holz von Hier setzt bei den Transporten (Ursache 3) und Schutz von Primär-/Urwäldern (Ursache 2) an, indem Produkte aus Holz von Hier möglichst kurze Tansportwege im Stoffstrom haben und keine Landnutzngsänderung verursachen.

 

 

Noch zwei Beispiele: mehr Infos unter "Klimapass"


(1) Beispiel Bauholz aus Rußland statt Bauholz heimischer Sägewerke.

 

Westrussland weist inzwischen vielfach geregelte Forstwirtschaft auf. In Sibirien dagegen ist Raubbau an Primärwäldern in den gegenwärtigen Hauptnutzungsgebieten Normalität (Prof. Schulze am MPI Jena). Die Wiederaufforstung dieser Flächen bereitet nicht selten große Probleme.

Pro Jahr werden aus den Wäldern Russlands ca. 2,2 Mio. m3 Nadel-Rohholz und Nadel-Schnittholz nach Deutschland eingeführt. Das sind umgerechnet etwa 2,9 Mio. fm Rundholz. Das entspricht etwa 9% des deutschen Einschlages an Nadelstammholz. Allein diese Mengen aus Russland verursachen mit 200.000 Tonnen CO2 po Jahr, etwa 40% der transportbedingten Emissionen durch Importe von Nadelrundholz/-schnittholz
(BNR, berechnet mit Daten aus ZMP, 2007).

Diese Mengen aus Russland wären rein quantitativ gesehen durch heimisches Holz ersetzbar, wenn das heimische Holz den heimischen Sägewerken zur Verfügug steht. Zu bedenken ist dabei, dass auch Rundholzexporte in nicht unerheblichem Umfang stattfinden.

  • Lesen Sie mehr dazu als Erfahrungsberichte heimischer Sägewerke unter "Erfahrungen".
  • Vergleich zur Werksvermessung bei deutschen Sägewerke im Vergleich zur Werksvermessung außerhalb Deutschlands und die Auswirkungen. 

Vielfach wird von Ausschreibenden das "Nordische Holz" als Bauholz bevorzugt, genannt werden qualitative Gründe. Erfahrene Holzbaubetriebe betonen jedoch immer weider, dass es hier keine verarbeitungstechnischen Qualitätsunterschiede zwischen deutschem und nordischem Holz gibt. 

  • Lesen Sie mehr dazu unter Erfahrungen von Zimmereien im Qualitätsvergleich Nordisches Bauholz und heimisches Bauholz unter "Erfahrungen".

 

2) Beispiel Holzfenster aus heimischem Holz der kurzen Wege statt aus Meranti.

 

Nur noch etwa 20-30 % der Fenster in Deutschland sind Holzfenster. Die Importe von PVC-Fenstern sind steigend. Dabei ist die Ökobilanz von Holzfenstern unschlagbar und Holz hat auch unschlagbare Vorteile im Bereich Dämmung (das spart bei steigenden Energiepreisen richtig Geld !).
 

Aber auch heute noch werden noch 30- 40 % aller Holzfenster in Deutschland aus der tropischen Baumart Meranti hergestellt. Meranti ist nach CITES eine von 8-9 weltweit als gefährdet eingestuften Baumarten. Heimische Fichte, Kiefer, Lärche, Douglaise, Eiche eignen sich von ihren technischen Eigenschaften her genauso oder sogar besser.

Durch die Substitution von malayischem Tropenholz durch Holz von hier werden die transportbedingten CO2-Emissionen in der Fensterproduktion eines großen Fensterherstellers in Franken beim Fensterholz seiner neuen Produktlinie um mehr als 90% gesenkt.