Möbel und Innenausbau
Schönheit, Eleganz, Einzigartigkeit.
Die Schönheit heimischer Hölzer im Möbelbau und Innenausbau entdecken
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In Deutschland haben wir potenziell etwa 70 heimische Hölzer.
Aber wer kennt außer Fichte, Kiefer, Eiche, Buche die anderen?
Ahorn, Birke, Apfel, Birne, Esche, Erle, Hainbuche, Kirsche, Pappel, Speierling, Elsbeere, Mehlbeere, und …
Die Gruppe „Design-Innenausbau-Möbelbau“ bei Holz von Hier hat sich zum Ziel gesetzt, bisher wenig verwendete heimische Holzarten in schönen Produkten wieder bekannt zu machen …
… und damit zu zeigen: es muss nicht Ramin, Teak und Co. sein, um schön und edel zu wohnen.
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Die Schönheit heimischer Hölzer entdecken
Infos zum Markt
Trends beim Innenausbau
Trends beim Möbelbau
Literatur und Daten
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Die Schönheit heimischer Hölzer entdecken
- Die Verwendung von Importhölzern für den Möbelbau und Innenausbau ist eigentlich nicht notwendig, es gibt 60 wunderschöne Alternativen in Form von heimischen Hölzern. z.B.: Birke statt Ramin oder Limba, Ulme statt Aningré, Robinie statt Teak, Nussbaum statt Palisander, Bergahorn statt kanadischer Ahorn, Räuchereiche statt Wenge, um nur einige zu nennen. und ... und ... und ...
- Technische Verfahren, wie `Räuchern`, entlocken heimischen Hölzern ungeahnte Farbvarianten die dunklem Tropenholz einiges voraus haben.
- Weitere heimische Hölzer sind Z. B.: Apfel, Birne, Buche, Douglasie, Eibe, Eiche, Elsbeere, Esche, Esskastanie, Feldahorn, Fichte, Grauerle, Hainbuche, Kiefer, Kirsche, Kornelkirsche, Lärche, Linde, Mehlbeere, Pappel, Platane, Robinie, Rosskastanie, Roteiche, Roterle, Schlehe, Schwarzkiefer, Speierling, Spitzahorn, Tanne, Traubenkirsche, Vogelbeere, Weide, Zirbe, Zwetschge.
- Warum künftig nicht auch Nutzhecken anlegen deren Hölzer Verwendung finden können? Warum nicht z. B. Flieder, Goldregen, Hasel, Holunder, Rotdorn, Schlehe, Weißdorn u. a. für Messergriffe, Drechselholz und anderes statt Importhölzer für kleinflächige Anwendungen oder Produkte, die nur wenig Holzmasse brauchen wir z.B. Drechselsware, Stifte, Interieuerprodukte aus Holz usw. ?
- Etwa 70 – 80 % der Tropenhölzer, die in den letzten Jahren nach Deutschland importiert werden, stammten aus unsicheren Quellen und somit eventuell Raubbau (diese und folgende Auswertungen mit Daten ZMP Marktberichte, I-Net-Seiten FSC und PFC).
- In Deutschland werden ca. 60 - 70 Tropenhölzer verarbeitet. Etwa 6 - 8 dieser Hölzer sind laut CITES und IUCN weltweit gefährdete Arten, z. B. Meranti, Ramin, Teak.
- 47% dieser Hölzer sind nicht mit Nachhaltigkeitssiegeln verfügbar (FSC, PEFC).
- 21% wären mit Ökosiegeln, die die Waldbewirtschaftung zertifizieren, verfügbar, können aber auch aus Raubbau stammen.
- Selbst die Kontrolle von Holzimporten mit Ökosiegeln ist bei vielen Tropenländern schwierig bis unmöglich.
- Die meisten dieser Hölzer könnten aus technischen aber auch optischen Gründen leicht durch heimische Hölzer ersetzt werden.
- Schon die Baumart und das Herkunftsland können Aufschluss darüber geben, ob ein Holz mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Raubbau stammt oder nicht. Vorsicht bei folgenden Baumarten sagt das Bundesamt für Naturschutz (BfN): Tropische Hölzer: Abachi, Afrormosia, Afzelia, Anigré, Balau Balau, Bilinga, Bongossi, Bubinga, Eukalyptus, Framiré, Gabun, Hevea, Iroko, Kambala, Khaya, Koto, Lauan, Limba, Mahagoni, Makoré, Meranti, Merbau, Niangon, Nyatoh, Padouk, Palisander, Ramin, Sapelli, Sipo, Teak, Wawa, Wenge. Hölzer aus nordischen Wäldern: Hemlock, Red Cedar, Redwood, bestimmte nordische Fichten- und Kiefernarten. Vorsicht wenn die Baumartenangabe durch Bezeichnungen wie ‚Echt-Holz‘, ‚Massivholz‘, ‚Hartholz‘, ‚Rotholz‘ oder ‚Edelholz‘ ersetzt ist. Dahinter verstecken sich oft Hölzer aus Raubbau.
- Marktanteil der bayerischen Schreiner lag im Jahr 2000 in den Märkten Möbel & Einrichtung bei 7% (!) und im Bereich Bauelemente bei 25% (HKH, 2000 und W&V, 2002).
- Die Umsätze der Bayerischen Schreiner lagen zu 66% im Bereich Bauelemente (davon 53 % Fenster Türen, 6 % Wintergärten, 7 % andere Bauelemente z. B. Treppen, Böden) und zu 34 % Im Bereich Möbelbau und Einrichtung (davon 12 % Küchen, 12 % Wohnzimmer, 6 % Schlafzimmer, 2 % Bad, 2 % andere Räume).
- Der Einkauf erfolgt fast nur noch beim Handel.
- Bis noch vor etwa 20-30 Jahren wurde von fast allen Schreinereien der Region Holz noch im Wald gekauft bzw. stammte aus eigenem Waldbesitz und wurde bei Sägewerken im engsten Umkreis eingeschnitten. Parallel dazu fand aber der Einkauf von Blockware und Brettern beim Sägewerk statt. Im Betrieb wurden die Hölzer zur Schnittholztrocknung aufgekastet und abgedeckt. Nach Abschluß der natürlichen Trocknung wurde das Schnittholz in geschlossenen Lagerräumen gelagert. Pro cm-Brettstärke wurde ein Jahr Trocknungszeit angesetzt. Restholztrocknung erfolgte in den beheizten Schreinerwerkstätten. Im Möbelbaubereich mussten die massiven Hölzer selbst zugeschnitten und verleimt werden. Furnierhölzer wurden selbst zusammengefügt, aufgepresst, auf Trägermaterial aufgeleimt und weiterveredelt. Halbfertigprodukte und Fertigprodukte, wie sie heute zum Einsatz kommen, waren zu dieser Zeit noch selten verfügbar.
- Heute werden die Halbwaren und Hölzer fast nur noch beim Handel eingekauft.
- Nur noch der kleinere Anteil des Einkaufes als Bretter oder Bohlen erfolgt heute über die regionalen Sägewerke oder über den regionalen Holzhandel. Der größte Anteil des verarbeiteten Materials besteht aus Halbfertig- und Fertigprodukten, die über den Holzgroßhandel bezogen werden. Es handelt sich hierbei um industriell hergestellte Produkte, in denen Holz auch oft mit Kunststoff, Aluminium, Glas, Steinwerkstoffen, Metall, Edelstahl (verschiedene Legierungen) verbunden ist.
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| Daten aus einer Umfrage unter Fränkischen Schreinereien (Bruckner & Strohmeier) . | ||
Trends beim Innenausbau
Die Trends beim Innenausbau sind folgende:
(1) Materialvielfalt und Materialkombinationen;
(2) Schlüsselfertiger Innenausbau nimmt stark zu.
(3) Massivholz ist wieder in mit noch steigender Tendenz.
(4) Trendsetter Parkett. Parkett ist „in“. Ein Großteil des bei uns verbauten Parketts sind jedoch Importwaren.
(5) Große und steigende Potenziale im Renovierungsmarkt, Altbausanierungsmarkt.
(6) Materialvielfalt und Materialkombinationen sind gefragt.
- (1) Seit einigen Jahren ist der starke Einsatz von "artfremden Materialien", wie Edelstahl, Stein, Kunststein, Glas, Plexiglas in Schreinerprodukten Trend. Bei den Schreinereiprodukten und deren Herstellung gibt es seit einigen Jahren gravierende Veränderungen, v. a. durch die neuen Technologien die Einzug in die Produktion halten, durch den vermehrten Einsatz industriell vorgefertigter Halb- und Fertigprodukte und den höheren Einsatz branchenfremder Stoffe, z. B. Kombinationen Edelstahl/Stein/Holz in den Produkten. Branchenfremde Stoffe werden heute nicht nur wegen technischer (z. B. Belastbarkeit) und funktionaler (z. B. Glasbauteile in Möbelstücken) sondern auch wegen gestalterischer Aspekten verstärkt verwendet. Nicht jeder Kunde will nur Holz an seinem Möbelstück, was den Einsatz dieser Materialien je nach Geschmack der Kunden erfordert.
- (2) Schlüsselfertiger Innenausbau nimmt zu. Das bedeutet, dass gewerkübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger wird. Wie die großen Bauträger müssen heute auch Schreinereien im Grunde ‚schlüsselfertig‘ anbieten. Holzarbeiten sind dabei ebenso zu verrichten, wie Schlosser- und Fliesenlegerar-beiten, Installation von Kühl- und Elektrotechnik, etc. Zudem geht man immer mehr auch in den Bereich Reparaturen und Spezialtechnik, z. B. Sicherheitstechnik an Fenstern u. Türen, etc.
- (3) Massivholz ist in, mit noch steigender Tendenz. Gerade in letzter Zeit wird nach Aussagen der Betriebe auch verstärkt nach heimischem Holz gefragt.
- (4) Trendsetter Parkett. Parkett ist in, ein Großteil des bei uns verbauten Parketts sind jedoch Importwaren.
- (5) Renovierungsmarkt & Altbausanierungsmarkt. Große und steigende Potenziale werden auch von den Schreinern im Renovierungsmarkt, Altbausanierungsmarkt gesehen.
Auf dem Möbelmarkt sind folgende Trends zu beobachten:
(1) Zunehmende Bedeutung des Umweltgedankens und des Verbraucherschutzes bei Hochwertigen langlebigen Möbeln und Massivholzmöbeln.
(2) Heimische Hölzer sind im Trend.
(3) Preisgünstige Klein- und Mitnahmemöbel.
(4) Funktionsmöbel.
(5) Design, Komfort und starke Farben und starke Hölzer.
(6) Gesamteinrichtungen, Ergänzungssortimente, Zusatzangebote von Deko-Materialien.
- (1) Zunehmende Bedeutung des Umweltgedankens und des Verbraucherschutzes bei Hochwertigen langlebigen Möbeln und Massivholzmöbeln. Auf der einen Seite hat eine deutliche Entwicklung eingesetzt, die den Umweltgedanken betont (Möbelmesse). So gehören beispielsweise die Verwendung von Holz mit pflanzlicher Oberflächenbehandlung, die Vorliebe für höherwertige, langlebigere Möbel und vor allem Massivholzmöbel zu den Verkaufsfavoriten. Die Gruppe der über 40/50-jährigen richtet sich beim zweiten oder dritten Mal meist qualitativ hochwertig ein. Dies ist deshalb eine besonders interessante Zielgruppe für Schreiner.
- (2) Heimsche Hölzer sind absolut im Trend ! Vgl. die bekannten Einrichtungszeitschriften wie Schöner Wohnen und andere).
- (3) Trend zu Preisgünstigen Klein- und Mitnahmemöbeln. Auf der anderen Seite ist die Hinwendung zu preisgünstigeren Klein- und Mitnahmemöbeln keine Modeerscheinung, sondern scheinbar das längerfristige Kaufverhalten einer bestimmten Käufergruppe (vgl. IKEA). Mitnahmemöbel verlieren jedoch zunehmend den Billigcharakter. Etwa die Hälfte der bundesdeutschen Bevölkerung zwischen 14 und 39 wohnt mit selbst transportierten eigenhängig zusammengestellten Möbeln. Mitnahmemöbel werden schwerpunktmäßig von dieser jüngeren Kundengruppe gekauft.
- (4) Funktionsmöbel. Auch der Bereich Büromöbel und SOHO (Small-office/Home-office) wird von flexiblen Möbeln dominiert. Im Verkauf gab es und gibt es bei den Büromöbeln immer noch eine Steigerung (Beispiel: von 2003 bis 2005 eine Steigerung um ca. 50%, zum Vergleich bei Wohnmöbeln nur um ca. 2%; Bundesamt für Statistik, 2006). Es gibt eine Tendenz zu neuen Möbelsystemen, dass z. B. der Konferenztisch zum Esstisch umgewandelt werden kann. Wohnraummöbel in die Geräte wie Flachbildfernseher integriert werden können, sind weiter im Trend.
- (5) Design, Komfort und starke Farben und starke Hölzer. Der deutsche Möbelmarkt richtet sich verstärkt an kaufkräftige „Singels“ und „Best Agers“, Kundengruppen über 50 Jahre mit guter Kaufkraft, aus. Diese Endverbraucher erwarten bei Möbeln generell verstärkt Design und Komfort gemischt mit etwas Individualität. Gerade hier sind heimische Hölzer stark im Trend und gewinnen immer mehr Markt vor den Tropenhölzern. Nur kommt dei Birne dafür auch aus Deutschland? In der Regel bisher oft nicht.
- (6) Der Markt drängt in Richtung vermehrter Einsatz von starken Farben bei Textilien, in Zusammenhang mit hellem europäischem Holz oder Holz von dunklem Nussbaum.
- (7) Trend zu Gesamteinrichtungen, Ergänzungssortimente, Dekomaterialien. Im Möbelhäusern spielen neben dem Kernsortiment Ergänzungssortimente wie Porzellan, Glas, Stein, Heimtextilien oder Beleuchtungsprodukte eine wichtige Rolle. Bis zu 20% des Umsatzes beim Möbelfachhandel entfallen bereits auf diese Produkte. Diese zusätzlichen Produkte haben oft eine Türöffnerfunktion und lenken das Interesse der Kunden auf das Hauptsortiment. Dadurch wird ein besonderes Ambiente geschaffen, das den Kunden Anregungen und Kaufimpulse gibt. Die Kunden geben im Vergleich immer mehr für Glas, Tafelgeschirr und andere Gebrauchsgüter aus.
- Zunahme der Dekomaterialien im Verkauf, v. a. Dekomaterialien aus Übersee sollen eine persönliche Note beim Einrichten ausdrücken. Beliebt sind Dekomaterialien aus Lateinamerika, Asien, Afrika. Ausgesuchte Möbel mit Dekorartikeln aus Afrika und Osteuropa liegen im Trend (Auswertungen Berichte Möbelmesse Köln 2007/2008, 2009 und Trends siehe Mitgliederbereich).
- Zu den neuesten Designtrends 2009 sehen Sie die Präsentation "Trends" im Mitgliederbereich.
Literatur und Daten
Daten aus Umfragen: Bruckner & Strohmeier
Marktdaten aus ZMP-Berichten 2006/2007/2008
Importberechnungn und Vergleich Bruckner und Strohmeier mit Daten aus ZMP und I-Net-Seiten FSC und PEFC sowie FSC-watch, CITES, BFN, Umweltgruppen und anderen.
www.raubbau.info.de


















