Klimaholz

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Projektkurzbeschreibung ‚Klimaholz‘

Hintergrund

Transport ist der einzige Bereich in der EU, der trotz aller Effizienzstrategien kontinuierlich steigende CO2-Emissionen verzeichnet. Er trägt daher in wachsendem Maße zum Klimawandel bei. Der Transport ist insbesondere auch bei Holzprodukten ein entscheidender Faktor für die Ökobilanz von Holzprodukten, da inzwischen die Warenströme auch bei potenziell heimischen Holzarten global geworden sind. Dabei ist ein hoher Anteil dieser globalen Warenströme quantitativ vermeidbar, da das gleiche Produkt oder Material sowohl importiert als auch exportiert wird. Die Minderung des Transportaufkommens an sich steht bisher nicht im Fokus und stellt einen zentralen Ansatzpunkt im Projekt dar.

Ziele

Ziel des Projektes „Klimaholz“ ist es, quantitativ vermeidbare Warenströme und entsprechende Transporte in der Holzwirtschaft zu reduzieren und regionale Verarbeitungsketten aufzubauen und zu schließen. Dies betrifft die Bereiche Holzbau, Holz für Möbel und Innenausbau, Holz im Außenbereich, Fenster, energetische Verwendung von Holz sowie Papier. In verschiedenen Modellregionen in Deutschland werden regional geschlossene Wertschöpfungsketten initiiert und entsprechende Nachweissysteme implementiert. Informationstransfer und Kommunikation an die Verbraucher, Gesellschaft und Entscheider sollen verstärkte Anreize setzen, Holzprodukte klimafreundlicher zu produzieren.

Das Vorhaben spricht vor allem Betriebe der Verarbeitungskette an, um Warenbeschaffung und Absatz so zu verändern, dass die mit der Herstellung von Holzprodukten verbundenen Umweltbelastungen und CO2-Emissionen entlang der gesamten Verarbeitungskette minimiert werden. Hierdurch werden die positiven Wirkungen des Einsatzes von Holz erst wahrhaft in Wert gesetzt. Da die Transportkosten zu niedrig sind, müssen andere Anreize gesetzt und nutzbar gemacht werden, um Prozessketten klimafreundlicher zu gestalten.

Das Projekt schafft alternative Handlungsoptionen für Verbraucher und Kunden über die Bereitstellung von nachweislich klimaoptimierten Holzprodukten, so dass Verbraucher nachhaltige Kaufentscheidungen treffen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Die Aktivitäten im Projekt sind notwendig, da ohne aktive Steuerungsmaßnahmen und Anreize der Trend verstärkt in Richtung erhöhten Transportaufkommens und weiterer Transportentfernungen geht.

Mit dem Projekt soll über die verschiedenen Produktschienen eine Minderung der CO2-Emissionen von insgesamt ca. 10.000 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht werden.

Partnerstruktur

Holz von Hier arbeitet im Rahmen des Projektvorhabens in den Modellregionen mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammen:

  • Deutscher Landkreistag
  • Bund Deutscher Innenarchitekten
  • Europäische Metropolregion Nürnberg
  • Verband der Säge- und Holzindustrie BW
  • Fachverband des Schreinerhandwerks BW
  • Bundesverband ProHolzfenster
  • Handwerkskammern in Bayern, Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg
  • Verbraucherzentrale NRW
  • BUND BW

Projektförderzeitraum: Januar 2018 – Dezember 2020
Klimaholz wird durch das Bundesministerium für Umwelt und Bauen im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert.

Wollen Sie mehr erfahren? Kontaktieren Sie Dr. Gabriele Bruckner unter info@holz-von-hier.de

Nutzen für Unternehmen der Wertschöpfungskette

Das Projekt fördert den Aufbau von regionalen und klimafreundlichen Wertschöpfungsketten. Unternehmen profitieren hiervon durch die Möglichkeit zur Nutzung von entwickelten Tools für Produktkennzeichnung und Marketing. Sie können sich durch die Anpassung und Erweiterung des Produktangebotes Alleinstellungsmerkmale verschaffen.

Außerdem werden Unternehmen durch aktives Supply-chain-management bei der Beschaffung von klimaoptimierten Holzprodukten unterstützt.

Veranstaltungen

Stuttgart, 8. Juni 2018:    „Kundenpotenziale erschließen mit klimaoptimiertem Produktangebot.“

Informationsabend in Zusammenarbeit mit der HWK Stuttgart.

Programmübersicht

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